Neuste Technologie verbindet Dorf und See in St. Moritz

Nach 20 Jahren Betrieb hat AS Aufzüge den Schräglift im Parkhaus Serletta
in St. Moritz ersetzt. Das war mit einigen Herausforderungen verbunden –
von der Tragkraft der Fussgängerbrücke bis zum Ausrichten der Schienen
mittels Laser.
Das Engadin ist eine Perle. Das weiss auch St. Moritz. Um die Harmonie von Dorf, See und Berge zu erhalten, realisierte die Gemeinde im Jahr 2004 ein unterirdisches Parkhaus. Ein- und Ausfahrt liegen an der Hauptstrasse am See. Wer sein Auto hier parkiert, gelangt über lange Rolltreppen oder über einen Schräglift aufwärts ins Dorf oder hinunter zum See.
Um die Seepromenade schliesslich zu erreichen, führt der Weg vom Parkhaus direkt auf eine Fussgängerbrücke, die die Hauptstrasse überquert. Mit jedem Schritt kommt man der Natur näher: Unten glitzert der See, oben grüssen die Bergspitzen von Piz Muragl, Piz Rosatsch und Co.
Der Schräglift mit vier Haltestellen wurde vor 20 Jahren auch deshalb gebaut, um die Barrierefreiheit in St. Moritz zu verbessern. Er dient Menschen mit eingeschränkter Mobilität und Personen mit Kinderwagen oder Hund als direkte und bequeme Verbindung zwischen See und Dorf.
Altmetall über der Hauptstrasse
Der Schräglift hatte nach rund 20 Jahren das Ende des Lebenszyklus erreicht. St. Moritz entschied sich, die Anlage komplett zu ersetzen und künftig neuste Technologie zu nutzen. Der Zuschlag dafür ging an AS Aufzüge. Montagechef Tobias Storrer hatte das Projekt Anfang 2025 von seinem Vorgänger übernommen und erkannte rasch, dass AS hier seine Stärken und Kompetenzen für Spezialanlagen auf der ganzen Linie einbringen kann.
Die Herausforderungen hätten bereits bei der Demontage des alten Schräglifts begonnen, sagt Tobias Storrer: «Unter anderem wurden die alten Schienen und Bügel in Kleinteile zerlegt und aus dem Schacht Richtung See transportiert. Dort sollte auf der gesperrten Fussgängerbrücke die Mulde für das Altmetall zu stehen kommen. Vorgängige Abklärungen haben jedoch ergeben, dass die Brücke nicht für eine so hohe Traglast ausgelegt ist. Daher musste die Brücke temporär mit einem Holzgerüst verstärkt werden. »
Die Mulden wurden jeweils mittels Lastenkran von der Hauptstrasse her hinauf- und hinuntergehievt. Vier Mulden füllte das Altmetall des bisherigen Schräglifts schliesslich.
Höchste Präzision
In einem nächsten Schritt waren bauliche Anpassungen für die neue Anlage nötig, beispielsweise um die Umlenkrolle zu positionieren, von der die Antriebsseile in den Maschinenraum führen. Ende März 2025 startete schliesslich die Montage des neuen Schräglifts. «Die Anlieferung des Materials erfolgte über den Parkhauseingang», erinnert sich Tobias Storrer. «Während des Entladens der zwei LKWs regelte die Polizei den Verkehr auf der Hauptstrasse. »
Als die Bügel für die Schienen im Schacht montiert waren, zeigte sich die nächste Herausforderung: Der Laser zum Ausrichten der Schienen war nicht für die Länge und die Neigung des rund 80 Meter langen Schachts ausgelegt. «Wir haben daher die Schienen etappiert von Haltestelle zu Haltestelle gerichtet und verlegt. Damit konnten wir absolute Präzision gewährleisten.»
Schliesslich folgte der Einbau des Kabinenbodens und der neuen Schachttüren, die mit Chromstahlleisten ergänzt sind.
An Expertise gewonnen
Die Kabine mit einer Nutzlast von 800 kg ist für den Transport von maximal 10 Personen bestimmt und entstand direkt im Schacht. Die AS-Spezialisten bauten sie Stück für Stück zusammen und rüsteten parallel dazu den Maschinenraum mit einer neuen modernen Steuerung aus.
«Das Projekt war herausfordernd, nicht zuletzt aufgrund der Koordination mit Schlosser, Maler und Elektriker», bilanziert Montagechef Tobias Storrer. «Es war aber ein sehr spannendes Projekt, das unser Know-how im Bereich der Spezialanlagen weiter erhöht hat.»
Seit Sommer 2025 überwinden Einheimische und Touristen die 35 Meter Höhendifferenz zwischen Dorf und See in St. Moritz mit dem neuen Schräglift – ebenfalls eine Perle, wenn auch technischer Natur.
Wichtiger Beitrag zur Barrierefreiheit
Renato Torri, Leiter Technik Touristische Infrastruktur von St. Moritz, erklärt, weshalb die Modernisierung des Schräglifts nötig wurde und worauf die Gemeinde dabei Wert legte.
Herr Torri, welche Bedeutung hat der Schräglift für St. Moritz?
Der Schräglift hat eine grosse Bedeutung für St. Moritz, da er die schnellste und bequemste Verbindung vom Bahnhof sowie vom See zum Dorfzentrum darstellt. Er verbessert die Erreichbarkeit und trägt zur allgemeinen Barrierefreiheit im Ort bei.
Wie und von wem wird der Schräglift vor allem genutzt?
Der Schräglift wird hauptsächlich von Menschen mit eingeschränkter Mobilität genutzt, zum Beispiel von Personen mit Gehbehinderungen. Darüber hinaus ist er auch sehr praktisch für Eltern mit Kinderwagen sowie für Hundebesitzer. Er stellt eine wichtige Alltagshilfe für verschiedene Nutzergruppen dar.
Welche Vorgaben machte die Gemeinde für den neuen Schräglift?
Da die bestehende Anlage bereits über 20 Jahre alt war, bestand dringender Handlungsbedarf hinsichtlich einer Modernisierung – insbesondere im Hinblick auf die Sicherheit und den technischen Stand. Die Gemeinde legte daher besonderen Wert auf zeitgemässe Technik, höchste Sicherheitsstandards und eine barrierefreie Gestaltung.
Weshalb hat man sich für AS Aufzüge entschieden und wie haben Sie die Zusammenarbeit erlebt?
Die Entscheidung fiel auf AS Aufzüge, da die bisherige Zusammenarbeit mit dem Technischen Dienst der Gemeinde sehr positiv verlaufen war. AS hat sich insbesondere durch seine zuverlässigen und schnellen Pikettzeiten im Notfall ausgezeichnet. Zudem wurde das Projekt öffentlich ausgeschrieben, wobei AS die beste Offerte eingereicht hat. Die Zusammenarbeit während des Projekts verlief professionell, vertrauensvoll und effizient.
SwissLift Inclino – der Schräglift für höchste Ansprüche
Der SwissLift Inclino ist unsere innovative Schrägliftlösung für Terrassenhäuser und Gebäude in Hanglagen. Er bewegt sich diagonal in einem speziell dafür vorgesehenen Schacht und fügt sich so architektonisch dezent und elegant in die Umgebung ein. Für die Fahrgäste bedeutet das: eine komfortable Fahrt und ein direkter, geschützter Zugang zur jeweiligen Wohneinheit. Dabei erfüllt der Lift höchste Ansprüche an Technik, Sicherheit und Design.
Der SwissLift Inclino wird vollständig in der Schweiz entwickelt und gefertigt. Mit einer Tragkraft von bis zu 800 kg oder zehn Personen, einer maximalen Strecke von 100 Metern und einer Geschwindigkeit von bis zu 1,6 m/s lässt sich der Lift exakt an die Anforderungen des Projekts anpassen. Der Neigungswinkel ist flexibel zwischen 15° und 45° wählbar, was vielfältige Einsatzmöglichkeiten eröffnet.
Auch gestalterisch bietet der Schräglift viel Spielraum. Die Kabine kann farblich und materiell individuell konfiguriert werden – beispielsweise mit pulverbeschichteten Oberflächen, Edelstahl oder modernen Bodenbelägen mit rutschhemmender Struktur. So lässt sich der Lift perfekt in das architektonische Gesamtbild integrieren und trägt zur Aufwertung der Immobilie bei.
Für zusätzliche Individualisierung bietet AS Aufzüge verschiedene Innovationsprodukte an. Beispielsweise ermöglicht das InfoBoard die Anzeige von Informationen wie Wetter oder Nachrichten direkt in der Liftkabine. Oder mittels eines intelligenten Zutrittssystems lässt sich der Zugang zu Stockwerken gezielt steuern, was auch mit Fingerabdruckscanner möglich ist. Zusätzlich stehen Optionspakete zur Verfügung, um den Komfort und die Effizienz des Lifts zu erhöhen. So sorgt etwa das Komfort-Kit für schnelleres Ein- und Aussteigen und kürzere Fahrt- und Wartezeiten.
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